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Biogasanlage Funktion & Aufbau

Die Biogasanlage-Funktion ist angelehnt an den Biogasanlagen Aufbau.

Um die Biogasanlage-Funktion zu verstehen, ist es notwendig den Aufbau der Biogasanlage unter die Lupe zu nehmen: Die Vorgrube bildet den Anfang bei der Biogasanlage-Funktion. Hier lagern die sogenannten Substrate – also die organischen Reststoffe. Das Herzstück der Biogas Anlage ist der beheizte Faulbehälter, auch Fermenter genannt, der je nach Leistung und Modell unterschiedliche Größen aufweist. Danach wird das Biogas direkt in ein Blockheizkraftwerk geleitet. Hier wird der Strom erzeugt und Prozesswärme entsteht. Optional ist eine  Einspeisung ins Erdgasnetz möglich. Im Gärrestlager werden die vergorenen Reststoffe gelagert und bei Bedarf zum Düngen verwendet.

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Der Biogasanlage-Aufbau setzt sich aus Vorgrube, Fermenter und dem Gärrestlager zusammen. Diese Elemente bestimmen die Biogasanlage-Funktion. Zur Vergrößerung das Bild anklicken.

 

Biogasanlagen beginnen mit der Vorgrube

Das Substratmanagement findet in der Vorgrube statt. Hier wird im ersten Verfahrensschritt die Biomasse angeliefert, gelagert und durch Schredder, Mühlen oder Wellen zerkleinert und aufbereitet. Es entsteht das Substrat zur Weiterverarbeitung im Fermenter.
Gesetzliche Bestimmungen muss man beachten, wenn man im Fermenter Reststoffe aus der Tierverwertung oder dem Biomüll einbringen will.

Mittelpunkt einer Biogasanlage: Der Fermenter

Der Fermenter bildet den zentralen Teil einer Biogasanlage-Funktion. Hier vollzieht sich der zweite Verfahrensschritt. Aus der Vorgrube wird das Substrat in den Fermenter transportiert. Hier findet dann die eigentliche Vergärung statt. Der Fermenter ist gas-, wasserdicht und lichtundurchlässig. Dies wird mit einem Betonfundament, Seitenwänden aus Stahlbeton und einer Abdeckung erreicht, die meist aus Folien hergestellt ist. Zudem sind Rührwerke, eine Heizungsanlage und eine Wärme-/Kältedämmung zwingend für den Aufbau eines Fermenters einer Biogasanlage nötig. Der Flächenbedarf richtet sich nach Leistungskapazität und Art der Biogasanlage.

Wohin mit dem Gärrest? Ins Gärrestlager und auf den Acker

Der Gärrest ist eine ökologische und wirtschaftliche Alternative zum künstlichen Dünger. Denn die Gärreste sind nach der Biogas-Produktion reich an Nährstoffen und gut geeignet, um Ackerflächen zu düngen. Man spricht auch von veredeltem Dünger.
Die Gärreste können im Gärrestlager untergebracht werden. Hier kann es zur Nachgärung kommen. Ein Gärrestlager kann unterschiedliche Formen haben: Versiegelte Freiflächen, Hallen oder auch geschlossene Behälter.

BHKW & Gasaufbereitunganlage verwerten das Biogas

Für die ständige Verfügbarkeit im Blockheizkraftwerk einer Biogasanlage und um Produktionsspitzen auszugleichen, sind die meisten Biogasanlagen mit Gasspeichern ausgestattet. Je nach Speichertyp wird auch der Aufbau und Flächenbedarf beeinflusst. Aufbau, Funktionsweise und Flächenbedarf bestimmen dabei den intergrierten oder externen Biogasspeicher einer Biogasanlage
Durch eine Gasaufbereitungsanlage, die dem Gas unter anderem Kohlendioxid, Sauerstoff und Wasser entzieht, kann das Biogas problemlos ins Erdgasnetz eingespeist und in Biogastankstellen verwendet werden. Der Methangehalt des Biogases wird also erhöht und deshalb spricht man auch von Biomethan.